0
stralsunder_kirchen1
 Die Kirche  St. Marien
ist die größte Pfarrkirche der Hansestadt Stralsund. Der 104 Meter hohen Turm der Marienkirche ist ein lohnendes Ausflugsziel, da er einen wunderbaren Panoramablick über Stralsund, die Umgebung und Rügen bietet .  Bei guter Sicht, kann man sogar die Insel Hiddensee erkennen. Die Kirche wurde nach dem Vorbild der Marienkirche in Lübeck erbaut.  Das Bauwerk wurde überwiegend aus rotem Backstein errichtet. Bei einem Einsturz des Kirchturms im Jahr 1382 wurden von der ursprünglichen Kirche Chor und Teile des Langhauses zerstört.Kirche ST. Marien Ursache war der nicht ausreichend befestigte Untergrund. Umgehend begann man mit dem Neubau, so dass bereits 1411 das Uhrwerk mit der Glocke  im Dachreiter angebracht werden konnte. 1416 wurde der Grundstein für den Westbau gelegt, welches aus dem überragendem Mittelturm, den vier kleine Treppentürme flankieren, sowie zwei Seitenhallen besteht und auf 14 Meter hohen Pfeilern ruht. Für diese Konstruktion finden sich keinerlei Parallelen in der damaligen Baukunst. Die an der Südseite befindliche Apollonienkapellewurde 1416 als Sühne für drei von den Stralsundern beim Papenbrand throm Sunde verbrannte Priester errichtet. Die Marienkirche verfügt über drei Turmglocken und zwei Uhrglocken. Die Dreifaltigkeitsglocke stammt aus dem Jahre 1663. Ihr Gewicht beträgt 5.000 kg, und sie hat einen Durchmesser von 2,01 Metern. Die Taufglocke aus dem Jahre 1969 wiegt 2.455 kg bei einem Durchmesser von 1,57 Metern. Die Gebetsglocke stammt ebenfalls aus dem Jahre 1969. Sie wiegt bei einem Durchmesser von 1,31 Metern 1.360 kg.

Neben der eindrucksvollen Architektur bietet die Marienkirche auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten innerhalb der alten Mauern.

Die Kirche St. Nikolai
ist mit dem 103 Meter hohem Südturm etwas kleiner als die Marienkirche am Neuen Markt. Der südliche Turm misst bis zum Wetterhahn 102,60 Meter. Gut erhalten bzw. aufwändig restauriert sind Zeichnungen und Malereien an den Wänden und Stützpfeilern der Kirche.Viele Bilder, Altäre und andere Kunstwerke der Kirche wurden am 10. April 1525 beim Stralsunder  Kirchenbrechen zerstört. Das obere Mittelschiff trägt ein goldenes Fries mit 50 Wappen von Ratsherren der Stadt; dieses Fries stammt aus dem 16. und 17. Jahrhundert. An der Stelle des heutigen Hauptaltars stand zunächst ein Laienaltar, der allerdings für 50 Taler an die Ummanzer Dorfkirche verkauft wurde.Der aus vier Holzplatten herausgearbeitete Mittelschrein zeigt die Kreuzigung Jesu.  Als katholische Prozessionskirche hatte die Nikolaikirche keine Bänke für die Allgemeinheit. Kirche St. NikolaiNur reiche Familien sowie die Ämter besaßen eigene Bänke, das Gestühl. Das heute noch erhaltene Gestühl stammt aus der Zeit der Renaissance. Nur wenige Altäre und altes Gestühl sind erhalten geblieben.
Hinter dem Hochaltar befindet sich eine astronomische Uhr, die 1394 gebaut wurde. Sie ist die älteste fast vollständig erhaltene astronomische Uhr im Ostseeraum. Aus finanziellen Gründen ist es der Kirchgemeinde nicht möglich, das Uhrwerk laufen zu lassen. Die Unterhaltskosten und das Risiko eines Verlustes von Originalteilen wären zu hoch.
Die Nikolaikirche selbst wurde erstmals im Jahr 1270 urkundlich erwähnt.
Von Beginn an wurde der Kirchbau mit Backstein vorangetrieben. Im Laufe der Zeit wurden dabei mindestens 65 verschiedene Formsteintypen verbaut. Den Backstein bezogen die Bauleute aus Werkstätten der Region. Die Kirche galt als die Hauptkirche Stralsunds, was auf ihre Lage in der ursprünglichen Altstadt, direkt neben dem Stralsunder Rathaus, zurückzuführen ist. Hier wurden nicht nur Gottesdienste, sondern auch Ratssitzungen abgehalten, Gesandtschaften wurden empfangen und Geschäfte getätigt. Ratsschreiber und Ratsarchiv hatten hier ihre Räume. Gesetze und Verordnungen gab der Rat in der Nikolaikirche bekannt

Die Kirche St. Jakobie
in der Hansestadt Stralsund wurde im Jahr 1303 erstmals erwähnt und ist damit die jüngste der drei Stralsunder Pfarrkirchen. Die Kirche wird gegenwärtig als Kulturkirche genutztKirche St. Jakobi


Die Turmhöhe bis zur Spitze beträgt 68,10 Meter . Sie ist damit die kleinste der drei Stralsunder Kirchen.
Ursprünglich war der Kirchbau von Wohnhäusern in den genannten Häusern umgeben, diese wurden größtenteils beim Bombenangriff auf Stralsund am 06. Oktober 1944 zerstört oder beschädigt
Heute ist nur noch in der Papenstraße Bebauung direkt neben der Kirche vorhanden. Im 18. Jahrhundert wird die Kirche nach der Besetzung Stralsunds durch die Franzosen als Pferdestall und Gefängnis genutzt. Beim Bombenangriff auf Stralsund am 06. Oktober 1944 erhielt die Jakobikirche einen schweren Bombentreffer. Plünderungen der Kircheneinrichtung zum Kriegsende und in den Folgejahren brachten weiter Zerstörung.1951 konnte der östliche Kapellenanbau der Südseite wiederhergestellt werden. Zur Sicherung der seit Baubeginn im Mittelalter schief stehenden Pfeiler wurden eiserne Träger eingezogen. Im Hauptschiff wurden vier Streben aufgestellt. Die aus dem Bauhof hervorgegangene Baufirma Eckhard Jaster nutzte den Kirchenbau noch bis 1994 als Lager und Garage. 
Die Kirche wird seit dem Auszug der Baufirma 1994 mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz saniert. Der Gustav-Adolf-Saal wird für Theatervorführungen hergerichtet und mit einer Bühne ausgestattet. Zu besonderen Ereignissen finden in der Kirche Kunstmessen u. a. Veranstaltungen satt.  


0


Style "sand", Design & gfx by Armada Website : IAG-Clan


Diese Webseite wurde mit PHPKIT Version 1.6.1 erstellt
PHPKIT ist eine eingetragene Marke der Gersöne & Schott GbR - Copyright © 2002-2004