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Wallenstein
Albrecht
Wenzel Eusebius von Waldstein

Albrecht
Wenzel Eusebius von Waldstein: Herzog von Friedland
und
Mecklenburg, Fürst von Sagan, besser bekannt als Wallenstein,
war kaiserlicher Geralissimus zur Zeit des
Dreißigjährigen
Krieges. In vielen Schriften wird Wallenstein auch schlicht als
„der
Friedländer“ bezeichnet.
Er kämpfte auf Seiten des
Kaisers und der
Katholischen Liga gegen die Protestantische Union, fiel später
jedoch in Ungnade und wurde von kaisertreuen Offizieren
getötet.
Seine Kriegszüge finanzierte er
als Erster
seiner Zeit nicht mehr durch kaiserliche Zahlungen, sondern durch in
Feindes- wie Freundesland erhobene Kontributionen (Der Krieg
ernährt
den Krieg). Als Feldherr war Wallenstein ein vorsichtiger Mann. Die
meisten seiner Schlachten schlug er in defensiver Stellung seiner
Armee (Lützen). Eine Ausnahme bildete eigentlich nur Wolgast,
wo
der Feind sich siegessicher glaubte und Wallensteins Truppen das Moor
im Sturm durchquerten, welches der Gegner für
unüberwindbar
gehalten hatte. Belagerungen vollzog Wallenstein nicht gerne. Er
scheiterte mit großen Verlusten vor Stralsund, formierte
allerdings die Belagerung Nürnbergs recht gelungen. Er starb
als
einer der reichsten Männer Europas.
Die vergebliche Belagerung
Seit neun Jahren
wütet der Krieg, den man einst den
Dreißigjährigen
nennen wird, als der kaiserlich-katholische Feldherr Wallenstein am
23. Oktober 1627 den Befehl zum Einmarsch ins protestantische Pommern
erteilt. Schon am 10. November kapituliert Herzog Bogislaw XIV. und
stimmt Einquartierungen von Truppen in seinem Land zu. Die
Städte
müssen die gewalttätige Soldateska auf ihre Kosten
versorgen und oft deren Ausschreitungen ertragen.
Eine Aussicht
zum Verzweifeln, die die Stralsunder mutig werden
läßt:
Als Wallensteins Befehlshaber Arnim die Übergabe der Festung
fordert, entscheiden sie sich für Widerstand. Die Verteidigung
wird vorbereitet; einige hundert Söldner angeheuert.

Wallenstein'sche Einheiten besetzen die Stralsund vorgelagerte
Insel Dänholm. Damit ist die Verbindung nach Rügen,
über
die Lebensmittel und Handelswaren in die Stadt kamen, abgeschnitten.
Verhandlungen mit den Kaiserlichen über einen Freikauf
scheitern; die Stralsunder gehen in die Offensive: Durch eine
Blockade Dänholms erreichen sie die Kapitulation der dortigen
Besatzung.
Nach dieser Schlappe befiehlt Wallenstein, Stralsund
unbedingt einzunehmen. Eine Armee von 8000 Mann und viel Artillerie
wird bis zum 13. Mai 1628 herangeholt. Erste Angriffe rufen unter den
Bürgern großes Entsetzen hervor. "Wallenstein ante
portas - Wallenstein vor den Toren", geht der Schreckensruf um.
Doch Hilfe ist in Sicht: Der dänische König schickt
900
Soldaten. Auch Schweden sendet Unterstützung in die
Hansestadt,
will es doch Stralsund als Stützpunkt für seine
Expansionsbestrebungen gewinnen. Mit der Unabhängigkeit ist es
dahin: Die Unterhändler des Schwedenkönigs Gustav
Adolf
fordern freie Benutzung des Hafens, Unterbringung und Versorgung der
Truppen. Ein Brückenkopf für die zwei Jahre
später
beginnende Invasion in Deutschland ist geschaffen.
Am 26. Juni
trifft Wallenstein persönlich vor Stralsund ein. Die Bitte der
Bürger um ein Ende der Belagerung lehnt er ab. Neue Einheiten
kommen heran. Erbitterte Kämpfe folgen; der Sieg der
Kaiserlichen scheint nur noch eine Frage von Tagen. Der Feldherr
stellt milde Übergabebedingungen: nur eine herzogliche
Besatzung
soll in die Stadt gelegt werden. Doch die Avancen scheitern an der
harten Haltung der dänischen und schwedischen Bundesgenossen.
Der Stralsunder Rat kann längst nicht mehr allein entscheiden!
Die Attacken gehen weiter, doch langsam schwinden die Kräfte
der Belagerer. Dauerregen stellt sich ein. Wallenstein zieht am 15.
Juli ab; am 21. Juli räumt Unterfeldherr Arnim die letzten
Stellungen vor der Stadt.
Die Stralsunder gedenken noch heute
alljährlich der dramatischen Ereignisse vor gut dreieinhalb
Jahrhunderten. Nachtragend sind sie nicht: Zu dem bunten Volksfest im
Sommer sind Dänen, Schweden und natürlich alle
Deutschen
egal welcher Konfession herzlich eingeladen.
Quelle Wikipedia.de
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