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Notgeld der Hansestadt Stralsund
12.04.2008 von Frank

Notgeld.....

ein hoffentlich gewesenes Ersatzzahlungsmittel, das in Kriesenzeiten von Ländern, Städten, Firmen, Gemeinden oder Privatpersonen als Zahlungsmittel ausgegeben wurden. Das Notgeld sollte einen Mangel von staatlich, hoheitlichen Münzen, Geldscheinen und Banknoten lindern. In Kriesenzeiten wurde wertvolles Material wie Kupfer, Silber, Gold gesammlt. Da auch das Geld teilweise aus diesen Edelmetallen bestand, wurden diese Münzen eingezogen und gehortet. Dadurch kam es zu einem Mangel an Zahlungsmitteln. Man versuchte nun durch die Ausgabe von Notgeld den erhöten Bedarf von Zahlungsmitteln zu kompensieren. In Kriesenzeiten war das Vertrauen in wertbeständiges Notgeld oftmals größer als in das offizielle Zahlungsmittel.



Nach und während des Ersten Weltkrieges wurde eine besonders große Menge von Notgeld im Deutschen Reich ausgegeben. Das Horten von Silbermünzen, und der gestiegene Metallbedarf der Kriegsindustrie führten zu akutem Geldmangel. Durch die Inflation lag der Wert der Silbermünze unter dem Materialwert des Silber.
Notgeld wurde in diesen schwierigen Zeiten nur als Zahlungsmittel gebraucht, nicht aber zu Kreditzwecken. Die Gültigkeit dieses Geldes was in der Regel regional begrenzt.



Das Notgeld wurde in nur allen erdenklichen Variationen und Materialien in Umlauf gebracht. Da wären zum Beispiel:Pappe, Seide, Leder, Briefmaken, Spielkarten, Porzellan, Leinen, um nur einige zu nennen. Notgeld wurde nicht nur in der jeweiligen Landeswährung herausgegeben. Es gab auch Anspruch auf Waren wie etwa: Zucker, Kohle, Holz, Roggen und Weizen. Es bestand aber auch Anspruch auf die Goldmark und den US-Dollar. Das herrausgegebene Münzgeld wurde regelmäßig aus unedlen Metallen herrgestellt, da in Kriesenzeiten Edelmetalle Mangelware waren. Es wure Zink, Zinkblech, Nickelersatz und später auch Eisen verwendet. Während dem Zweiten Weltkrieg und der Währungsreform galten in Deutschland Zigaretten als inoffizielles Zahlungsmittel.



Anfangs war das Notgeld recht einfach und schlicht. Im Laufe der Zeit würde das Notgeld immer schöner, und erregte schon zu damaliger Zeit das Interresse einiger Sammler. Die große Anzahl der variantreich gestalteten Notgeldscheine führte dazu, dass viele dieser wunderschönen Scheine gar nicht mehr in den Umlauf gelangten, sondern den Weg in Sammlerhände fand. Die Scheine wurden teilweise speziell für Sammler gedruckt und ausgegeben. Solche Scheine werden Serienscheine. Wer also von Ihnen einmal Notgeldscheine mit fortlaufenden Seriennummern in die Hände bekommt, hält sogenannte Serienscheine in den Händen.

Durch meine Recherchen über die Geschichte der Hansestadt Stralsund, bin ich zufällig auf einige Notgeldscheine gestoßen, die durch die Stadt Stralsund herausgegeben wurden. Bis auf den 50 Mark Schein kann ich all diese Scheine, mein Eigentum nennen. Das Sammeln von Notgeldscheinen ist ein wirklich interessantes Hobby. Deshalb präsentiere ich Ihnen hier einmal diese schönen Notgeldscheine. Vielleicht finden sie Geschack an diesem Hobby.

Der 50 Mark-Schein zeigt den Alten Markt mit dem Rathaus und der Nikolaikirche. Darunter befindet sich das Koggesiegel der Hansestadt.

Der 100 Mark-Schein zeigt die Belagerung der Hansestadtstadt durch Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein, auch bekannt unter dem Namen Wallenstein. Seine Bemühungen die Stadt einzunehmen waren vergeblich. Einen Artikel zu diesem Thema finden sie Hier

Die Krönung der schönen Notgeldscheine ist der 500 Mark-Schein. Er zeigt eine Kogge auf dem Strelasund, die in Richtung Hafen segelt. Darunter ist wieder das Koggesiegel zu sehen.

Die 10 und 20 Mark-Scheine sind etwas schlichter gehalten, und zeigen das Stralsunder Stadtwappen. Diese Scheine muss ich Ihnen leider noch nachreichen. Sie sind im Wirrwar meiner Ordnerstruktur gut versteckt, so dass ich sie leider noch nicht ausfindig machen konnte (es wird wohl Zeit meinen Rechner mal neu zu ordnen).

Gruß
Frank der Webmaster


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