Stadtgeschichte



Im Jahre 1234 wurde Stralsund das lübische Stadtrecht verliehen. Fürst Witzlaw I. war es, der die Urkunde über die Verleihung des Stadtrechts unterzeichnete.



Entstanden ist Stralsund in der Nähe eines Fischerdorfes. Die Gegend war von Slawen besiedelt gewesen. Der Platz an dem die Stadt entstand, war von Natur aus mit außerordentlichen Vorzügen ausgestattet. Vom Strelasund aus bot sich in westlicher und in östlicher Richtung ein Zugang zur offenen See. Die der Stadt vorgelagerte kleine Insel "Strale" oder "Strala", die später Dänholm genannt wurde, schuf einen natürlichen Hafen, dessen günstige Beschaffenheit bereits von früher seefahrenden Völkern hoch geschätzt wurde. Schon nach kurzer Zeit entstanden die ersten großen Gebäude, die bis zum heutigen Tage existent sind. Dies sind markante Gebäude, wie die Kirche St. Marien, die St. Nikolaikirche und das Rathaus. Dies sind die markantesten Gebäude der Hansestadt. Die dritte Kirche der Hansestadt wurde im Hochmittelalter errichtet. Es ist die St. Jacobikirche. Die Stadt Stralsund ist rings umgeben von Stadtteichen. Diese machten die Stadt zu einer uneinnehmbaren Festung.



Der Aufbau der Stralsunds begann höchstwahrscheinlich um den Alten Markt herum, und erstreckte sich dann schrittweise über das gesamte Gebiet der Altstadt, deren südliche Grenze die Linie Apollonienmarkt-Papenstraße bildete. Bald begannen neu zugewanderte Bürger auch südlich von der Linie Apollonienmarkt-Papenstraße ansässig zu werden. Die Neustadt entstand.

Um 1300 war der erste Befestigungsring um die gesamte Stadt vollendet, der Angreifer fern halten sollte. Leider ist nur noch ein Teil der Stadtmauer vorhanden.

Im 15. Jahrhundert wurde die Stadt schnell zu einer bedeutenden Handelsstadt. Sie lag direkt an einer Handelsstraße im Ostseeraum, die im Westen Bremens begann, über Stralsund, und weiter bis in das russische Nowgorod führte. Die skandinavischen Länder wurden gegen Ende des Mittelalters in die Handelsbeziehungen einbezogen.

Als Mitglied der Hanse gewann Stralsund wirtschaftliche und politische Bedeutung. Merkmal dieser glanzvolle Epoche sind die Giebelhäuser der Innenstadt, die Kriege überstanden und durch Denkmalpflege bis zum heutigen Tage erhalten werden konnten.

Nach dem Niedergang der Hanse nahm Stralsunds Bedeutung für den Handel ab. Die Stadt lebte vorwiegend vom Fernhandel und Nahhandel,dem Fischfang und dem Schiffbau.

Stralsund hatte im 16. Jahrhundert mit Seuchen, insbesondere der Pest, sowie Hungersnöten zu kämpfen. Mehrere Großbrände verwüsteten ganze Stadtteile.
Dazu kamen im 17. Jahrhundert mehrere kriegerischen Auseinandersetzungen.
Der Dreißigjährige Krieg und die Belagerung duch den kaiserlichen Feldherren Albrecht von Wallenstein waren eine der bekanntesten Auseinandersetzungen. Mit Hilfe von Schweden und Dänemark konnte Stralsund der Belagerung durch Wallenstein wiederstehen. Die Schweden blieben allerdings und wurden als offizelle Besatzungsmacht eingesetzt. In dieser Zeit erreichte die Stadt Ihren wirtschaftlichen Tiefpunkt. Bis in die heutige Zeit hinein bezeichnen sich die Stralsunder und die Bewohner der Region gerne als „Südschweden“.

Anfang des 18.Jahrhunderts endete die "Schwedenzeit" die Hansestadt gehörte nun zur Provinz Pommern im preußischen Königreich. Leider verpaßte die Stadt den Umstig auf die Dampfschiffart, verlor dern wirtschaftlichen Anschluß und blieb somit eine Provinzhauptstadt, in dem sich der Hauptteil des Lebens am Hafen abspielte.

Im 19 Jahrhundert wuchs die Stadt über ihre Grenzen hinaus. Stralsund gehörte nun zu Preußen. Als kreisfreie Stadt wurde Stralsund in den folgenden Jahren als Bestandteil Neuvorpommerns Teil des Deutschen Reichs. In den Vorstädten setzte ein regelrechter Bauboom ein. An den Landstraßen zu den umliegenden Dörfern entstanden Wohn- und Geschäftshäuser. Zu späterer Zeit wuren Straßen und ganze Siedlungen gebaut.
Pferdefuhrwerke waren bis mitte des 20. Jahrhunderts das wichtigstes Tranzportmittel, die Geschäfte und Handwerksbetriebe mit Waren versorgten.

Stralsund war über Jahrhunderte eine Garnisionsstadt. Viele Stralsunder verdienten sich mit der Unterbringung von Soldaten Ihren Lebensunterhalt. Schon um 1900 war die Ossenreyerstraße und die Heilgeiststraße eine atraktieve Einkaufsmeile.

Am 06. Oktober 1944 wurden bei einem Bombenangriff große Teile der historischen Altstadt zerstört. In dieser Nacht wurden 650- 800 zivile Opfer gezählt. Am 1. Mai 1945 rückte die Rote Armee in Stralsund nahezu kampflos ein.

Wirtschaftlich lebte die Stadt vor allem vom Schiffbau auf der Volkswerft, die Schiffe für die Sowjetunion teilweise im Zehntagesrhytmus fertigstellte.

Seit dem Jahr 2002 ist Stralsunds Altstadt UNESCO-Weltkulturerbe mit dem Namen Historische Altstadt Stralsund.

Dieser Beitrag ist noch nicht fertiggestellt, und wird von Zeit zu Zeit immer weiter ausgebaut.


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